Faustball

Abteilungsleiter: Carsten Neutzer Tel: 06104 - 75404

Im März 1985, 25 Jahre nachdem eine handvoll Männer um Rudolf Picard die Abteilung gründete, gewann die erste Herrenmannschaft ein besonderes Spiel. Der errungene Sieg sicherte erstmals in der Geschichte der Faustballabteilung den Aufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse. Nach nunmehr 12 Jahren stand im Winter 1998 die 15. Saison in der zweiten Feld- bzw. Hallenbundesliga an und erstmals befand sich keiner der damaligen Aufsteiger mehr auf dem Feld.

Stellen wir Hintergründe und Folgen vorerst zurück und versetzen wir uns in das Jahr 1958, das Gründungsjahr der Abteilung. Damals war Faustball noch hauptsächlich der Freizeitsport der Turner und wurde in einem Atemzug mit Prellball genannt. Es folgte ein rascher Anstieg der Popularität und zu Beginn der siebziger Jahre avancierte man bereits zur viertstärksten Mannschaftssportart in Deutschland. Bis heute hat der Faustball zwar Ranglistenplätze eingebüßt, sein besonderes Flair aber erhalten. Es ist ein Sport der von frühen Kindesjahren bis in das hohe Alter betrieben werden kann. Dank der historischen Bindung zum Turnerbund ist dies in engen Altersstufungen in Ligaspielen möglich. Daneben ist die Tradition des Turnierwesens ausgeprägt, was den Faustball besonders im Sommer zu einem einzigartigen Familienereignis macht.
Wie in vielen anderen Sportarten auch (haben Sie schon einmal den EM-Fußball 1996 mit seinem Vorgänger von 1972 verglichen?) hat sich im Faustball in den letzten Jahren ein beachtlicher Leistungsgedanke durchgesetzt. Die Folge größerer körperlicher Fitneß äußert sich deutlich in der Dynamik des Sports. Ballgeschwindigkeiten bis zu 130 km/h sind ein eindrucksvoller Beweis dafür.
Kommen wir zurück zur Männermannschaft: Die erste Generation der Gründer, zwischen 1958 und 1990 mit den Abteilungsleitern Rudolf Picard, Jakob Rudolph, Klaus Winter und Hans Wolf aktives Rückgrad der Abteilung, weicht heute mehr und mehr der zweiten in Abteilungsführung und Jugend- und Verbandsarbeit. Die sportliche Spitze wird inzwischen von der dritten Generation um Hauptangreifer Carsten Neutzer gestellt. Deren Vorgänger um Abteilungsleiter Hans Jürgen Wolf haben jedoch bereits bewiesen, daß weiterhin auch sportlich mit ihnen zu rechnen ist: derzeit steht ein neunter Platz bei den Deutschen Meisterschaften in der über 30jährigen in der Chronik.

Die Erfolge der letzten Jahre hat den Hausenern eine Reihe von Berufungen zu Auswahlmannschaften und einen festen Platz im deutschen Spitzenfaustball eingebracht. Dies ist aber nicht allein den Männermannschaften zu verdanken. In Anbetracht der Plazierungen stellen weibliche Jugend- und Frauenmannschaften die Männer in den Schatten. Den Anfang machte in den 80er Jahren eine Mannschaft um Gabi Wieger und Christine Wahl, die lange Jahre den hessischen Frauenfaustball beherrschte und mehrmals an der Schwelle zur ersten Bundesliga stand. Diese Tradition setzt derzeit eine weibliche Jugend fort, die in ihrer jungen Geschichte bereits einige hessische Meisterschaften und hervorragende Ergebnisse bei deutschen Meisterschaften vorzuweisen hat. Die Verantwortlichen um Jugendleiter Wolfgang Marschall bemühen sich heute um die stetige Weiterentwicklung dieser vielversprechenden Grundlagen.
Heute bietet die Faustballabteilung allen Jungen und Mädchen ab fünf Jahren die Möglichkeit, diesen Sport kennen und lieben zu lernen. Doch nicht nur die Jüngsten sollen sich von Faustball angesprochen fühlen, denn es ist eine Sportart für die ganze Familie, für alle Leistungsansprüche, das ganze Jahr, das ganze Leben.